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Die Bewegung der Sonne - der Wechsel von Tag und Nacht - ist eine der frühesten Naturbeobachtungen des Menschen und macht das Phänomen Zeit für ihn sinnlich erfahrbar. Beispiele für erste Zeitbestimmungen mit Hilfe des Sonnenstandes oder des Schattenlaufs kennen wir schon aus der Antike. Für Sonnenuhren gibt es zahlreiche Vorbilder in den unterschiedlichsten Vorbild für die Horizontalsonnenuhr auf der Halde Hoheward mit einem Obelisken als Schattenwerfer ist die Sonnenuhr des Kaisers Augustus auf dem Marsfeld in Rom Die Beobachtung des Schattenverlaufs auf der mit einem Linienraster versehenen Fläche ermöglicht eine Ablesung von Datum und Ortszeit. Dadurch werden neben der Zeit auch himmelsmechanische Gesetzmäßigkeiten erfahrbar und der Mensch kann sich in Beziehung zum Kosmos wahrnehmen. Am 17. Mai 2005 wurde mit der Eröffnung des Obelisken der erste Schritt zur Realisierung des Astronomischen Parks getan. Der Obelisk steht auf dem Südostplateau der Halde in einer Höhe von 140 m ü.NN. Die Schattenfläche besitzt einen Durchmesser von 62 m.
Die Spitze des Obelisken besitzt zusätzlich eine Kugel, die sich etwas oberhalb der Obeliskenspitze auf einem Stab befindet. Diese Ausführung vergrößert die Ablesegenauigkeit der Schattenspitze deutlich. Detaillierte Ausführungen und Berechnungen hierzu stellt Ihnen der Initiativkreis Horizontastronomie im Dokument Gestaltung einer Gnomonspitze zum Download bereit (PDF-Format, 2.2MB). Dieses und weitere Dokumente finden Sie auf der Downloadseite. Weitere Bilder und Animationen zum Obelisken, z.B. vom täglichen Schattenlauf, finden Sie in der Galerie. Bilder und Berichte von der Aufstellung des Obelisken finden Sie im Pressespiegel.
Das Bild zeigt an einem Modell das Linienraster und den Schattenwurf des Obelisken. Die Schattenspitze verläuft im Laufe eines Tages auf einer Hyperbel. Für ausgezeichnete Tage wie beispielsweise die Sonnenwenden oder die Tag-Nacht-Gleichen sind die entsprechenden Hyperbelbahnen auf dem Obeliskenfeld ausgeführt. Im Modell ebenfalls erkennbar sind die Stundenlinien, die an einem Punkt zusammenlaufen. Ein an diesem Punkt sitzender Beobachter befindet sich sozusagen an dem Ort zeitlicher Stille. Von hier aus sieht man die Kugel im Himmelspol, um den sich die Sterne drehen. Die Kugel verdeckt den Polarstern. Steht man an einem Ort der Schattenfläche, von dem aus die Kugel die Sonne verdeckt, so erlebt man eine künstliche Sonnenfinsternis. Durch geeignete Lageveränderung auf der Fläche hält man die Sonne durchweg verdeckt und erfährt die Geschwindigkeit der Sonnenbewegung und des Schattenlaufs. Die Sonnenuhr zeigt die Wahre Ortszeit Weitere Informationen sowie Bastelbögen für eigene Sonnenuhren finden Sie im Downloadbereich. Eine detailreiche interaktive Darstellung des Schattenlaufs für den Obelisken auf der Halde Hoheward stellt uns Jürgen Giesen als Java-Script-Applet auf folgender Seite zur Verfügung: http://www.geoastro.de/obelisk.
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